Mrz 172018
 
47 x gelesen

Nachdem ich im Februar erst einen größeren Kundendienst am Bulls Copperhead durchgeführt habe, stellte sich ja im März bei den eisigen Temperaturen heraus, daß der Freilauf eingefroren ist und das MTB in Folge eine Woche nicht gefahren werden konnte. Nachdem sich die Temperaturen zwischenzeitlich fast der 20 Grad Marke genähert hatten, war ich der Annahme, der Freilauf würde wieder funktionieren.

Da hatte ich mich wohl getäuscht. Je nach Belastung auf dem Pedal, sprich Antrieb/Kette/Kassette, knackt und rattert es im Freilauf. Das Teil hat wohl seinen Geist aufgegeben. Somit stand die Demontage  und Austausch des Freilaufes an.

Erstes Problem: Wie demontieren? Welche Radnabe, welcher Freilauf ist verbaut? Auf der Radnabe selbst steht, außer „Bulls“, keine Bezeichnung drauf. Nach längerer Recherche kam ic zu der Erkenntnis, daß es eine Formula CL-26 oder DC-22LW sein müsste. Nach genauer Betrachtung der Fotos entschied ich, daß es eine DC-22LW sein muß. Zum verwendeten Freilauf gibt es weder auf der Formula Homepage, noch sonst im Internet brauchbare Hinweise. Auch auf dem Freilauf ist keinerlei Typenbezeichnung angebracht.

Immerhin konnte ich ermitteln, daß man zur Demontage des Freilaufes eine 11mm Innensechskant braucht. Dies wiederum ist eine Größe, die normalerweise NIEMAND ins einem Werkzeugkoffer hat. 6,8,9,10,12,13,14, etc. sind Standardgrößen, 11mm muß man extra kaufen, die gibt es auch in keinem Baumarkt, nur im Werkzeug Fachhandel oder eben in einigen Radshops.

Also im nächsten Schritt Werkzeug gekauft und gestern den Freilauf demontiert. Und nun die nächste Ernüchterung: Wo gibt es passenden Ersatz ??? Es könnte ein Formula Freilauf mit der Bezeichnung:

  • FH-04
  • FH-04K
  • FH-117
  • FH-06
  • FH-06K

sein …. Ich habe genau ZWEI Quellen im Internet gefunden, die ähnliche Formula Freiläufe anbieten:

Bei beiden habe ich per Kontaktformulat das Problem geschildert und hoffe nun auf positive Antwort, welcher Freilauf zu der Radnabe passt. Es bleibt also spannend ….

Nachtrag 04.04.2018:

Mrz 152018
 
21 x gelesen

Als gute Vorbereitung zum 12H Rennen von Schnaittach bietet sich der Jura Radmarathon in Lupburg an, der 3 Wochen vor den 12H von Schnaittach statt findet.

Dieses Jahr werden sich auf den Knüppel- und Wurzelpassagen Albert und Klaus auf der 94 Km Strecke, sowie Stefan und Wolfgang auf der 75Km Strecke, die Beine vertreten. sowie:

Feb 112018
 
47 x gelesen

Heute stand kurz entschlossen und spontan eine MTB Fahrt auf dem Grünkreuz Wanderweg, genannt Tuchersteig, von Behringersdorf Richtung Burg Hohenstein auf dem Plan. Wie weit die Füße, respektive das Rad und die Kondition trägt, wird man sehen.

Der Anfang radelt sich noch recht entspannt von Laufamholz durchs Pegnitztal nach Behringersdorf, weiter Richtung Günthersbühl. Der Grünkreuz startet am Behr.dorfer Bahnhof bzw. kurz nach dem Kreisverkehr an der der großen Wandertafel auf einer linken Straßenseite. Bald locken die ersten Trials und Pfade, teils vereist und hart, teils matschig-eisig. Über Oedenberg und Tauchersreuth geht es langsam bergauf, und auf der Anhöhe (Modelsegelflugplatz) dann links bergab nach Neunhof.

Continue reading »

Feb 042018
 
8 x gelesen

Nach 10 Monaten war, wie schon angedeutet, der erste, größere Kundendienst am MTB Bulls Copperhead fällig. Nachdem die Teile bestellt und geliefert waren, ging es am 27.01. daran, alles Notwendige zu ersetzen.

Der Tausch der Schaltrollen war auch dringend notwendig, wie die Fotos zeigen. Gerade die obere Schaltrolle sieht sehr spitz aus. Beim großen Kettenblatt war kein so großer Verschleiß sichtbar, mit dem Tausch der Kette erschien es mir aber sinnvoll.

Problematisch war der Austausch des großen Kettenblattes. Bei den 2-fach Kurbeln sind die Blätter von innen verschraubt, vorn vorne besteht kein Zugang. Das kleine Kettenblatt läßt sich so noch lösen, allerdings liegen die Schrauben vom großen Kettenblatt hinter dem kleinen Kettenblatt. Man kommt nicht vernünftig an diese Schrauben heran. Also muß die ganze Kurbel demontiert werden, was allerdings ohne Schwierigkeiten von Statten geht.

Das Rückstellen der Bremskolben erledigt man am Besten mit den alten Bremsbelägen, indem man diese eingebaut läßt, mit einem großen, breiten Schraubendreher dazwischen geht, und die Beläge vorsichtig nach links und rechts drückt. Die Bewegung ist deutlich sichtbar und spürbar. Wenn beide Beläge wieder komplett außen am Kolben anliegen, kann man die neuen Beläge einsetzen.

Bei den Schaltrollen ist auf die Laufrichtung zu achten (hatte diese erst falsch montiert, da der Laufrichtungspfeil nicht gut erkennbar ist), sonst läuft die Kette nicht sauber und die Gänge springen.

Zu guter letzt noch die Kassette und die Kette (auch hier Laufrichtung beachten) montieren, alles auf festen Sitz und Schleifgeräusche prüfen – dann kann es wieder in den Wald gehen !!

Jan 242018
 
14 x gelesen

Auf der heutigen Fahrt vom Betrieb zum Nordostbad stellte ich stark schleifende Geräusche am Hinterrad fest. Ebenso schien es, daß irgendwelche Kräfte „bremsend“ wirkten.

Auf Höhe der Whörder Wiese stoppte ich dann letztendlich, um mir das Schleifen doch genauer anzusehen.

  1. Die Radnabe wackelte, hatte Spiel. D.h. die Achsverschraubung hatte sich wohl gelöst.
  2. Dadurch lief das Hinterrad nicht genau zentriert, sondern mit leichtem Linksdrall. Dies könnte das Schleifen und Bremsen erklären.
  3. Die Kette scheint total aufgearbeitet. Die Kettenglieder weisen starkes seitliches Spiel auf.
  4. Die Schaltrollen / Spannrollen am Schaltwerk weisen extreme Abnutzung auf. Teils sehr spitze  Zähne, teils keine Zähne mehr vorhanden.

Am heutigen Abend zerlegte ich dann das Hinterrad. Vom Bremsbelag auf der linken Seite war nichts mehr vorhanden, außer der Grundplatte. Die Radachse hatte sich gelöst – dies ließ sich mit entsprechendem Anziehen der Lagerschauben und Kontermuttern wieder richten. Die Kette muss getauscht werden. Die Kassette ist wahrscheinlich auch fällig. Die Schaltrollen haben starkes seitliches Spiel und sind abgenutzt – also auch hier erneuern. Das vordere, große Kettenblatt (36Z) sieht auch nicht mehr besonders frisch aus. Wahrscheinlich ist auch hier eine Erneuerung notwendig.

Der Antriebsstrang ist aktuell knapp 3.900Km gelaufen. Dies dürfte bei Kassette und Kettenblatt normalerweise noch nicht zu solchen Abnutzung führen. Eventuell ist dies der stärkeren Belastung des 2 x 11 Antriebes geschuldet? (Kurbel 26Z/36Z, Kassette 11Z-42Z). Berücksichtigen muss man natürlich den Gebrauch des MTB in den letzten Wochen, bei Matsch, Schnee, etc. Dadurch ergeben sich natürlich auch extreme Abnutzungen durch Sand, Wasser, Schlamm und teils Streusalze.

linker Belag – nur noch Grundplatte vorhanden

Somit ist nun eine größere Bestellung notwendig, um den Antriebsstrang wieder auf Vordermann zu bringen. Derweil muß das Rennrad herhalten – hoffen wir, daß es einigermaßen trocken und schneefrei in den nächsten Tagen bleibt..