Jun 052009
 

Freitag, 14:30: seit 2 Stunden zeichnet sich ab, dass das Wetter besser wird. Am Morgen war es noch kühl und windig, wolkenverhangen. Jetzt aber, blauer Himmel, angenehme Temperaturen und der Wind wird schwächer.

Eigentlich müsste ich heute laut Trainingsplan 12Km im Marathon Renntempo laufen (4:15 Min / Km). Wenn ich aber aus meinem Bürofenster sehe, sagt mir der Kopf: Rauf auf’s Rad und eine schöne Alternativrunde drehen.

Gesagt, getan: um 15:00 war Schicht im Schacht. Radklamotten an, Helm auf den Kopf und los geht’s Richtung Boxdorf und Kalchreuth.

Hier zum Vorgeschmack schon mal die Strecke (Gogglemaps macht an einigen Stellen Ausreißer, stört euch nicht daran):

 
Tour-Glatzenstein auf einer größeren Karte anzeigen  (Wennn ihr auf Link klickt seht ihr auch Infos zu den einzelnen Wegpunkten und der blauen Streckenlinie)

Zuerst auf altbekannten Wegen und Strassen durchs Knoblauchsland Richtung Schniegling, Boxdorf, Kraftshof und Neunhof. Dann die Steigung nach Kalchreuth hinauf. Hier fließt schon mal der eine oder andere Tropfen Schweiß. Am Kreisverkehr in Kalchreuth geradeaus weiter, an der scharfen Rechtskurve nach Heroldsberg aber links halten Richtung Käswasser und Großgeschaidt.

An der Kreuzung zur B2 (Gräfenberg) fahre ich eigentlich sonst immer geradeaus weiter Richtung Neunhof, Günthersbühl. Zur Feier des Tages geht es aber heute mal den Berg hinab nach Eckental/Eschenau. Am neuen Kreisverkehr vor Eschenau fahre ich dann links nach Eschenau hinein, durch den Ort hindurch, bis zur Abzweigung rechter Hand nach Schnaittach. Hier geht es nun etwas wellig, ca. 12Km, bis man die Autobahnunterführung der A9 erreicht. Hier unten drunter durch und an der nächsten Kreuzung erst mal Stopp !!

Die weiter Wegüberlegungen gestalten sich etwas schwierig:

Entweder nach Osternohe und den Schloßberg hinauf (steile Rampe), oder nach Schnaittach und den Rothenberg hinauf (auch steile Rampe), oder doch lieber etwas flach und weiter Richtung Hersbruck?

Hm, lieber flach, also Richtung Rollhofen und Hersbruck.

In Rollhofen mal wieder ein Kreisverkehr und linker Hand ein Schild Richtung Kersbach. Na gut, fahren wir einen kleinen Umweg und zuerst nach Kersbach. Über einen Buckel hinauf bin ich nach einigen Minuten im Dorfchen Kersbach. Wie nun weiter ?

Nach rechts gehts wieder Richtung Speikern und Ottensoos. Nach links: keine Ahnung, also ausprobieren.

Einige Meter weiter wieder ein Schild, nach rechts, Richtung Weißenbach. Na gut, fahr ich halt nach Weißenbach. Das war es denn auch mit einer erholsamen Radtour. Am Anfang ging es mäßig, dann heftig steil hinauf. Weißenbach liegt am Hang, zwischen Wiesen und dem Waldsaum eingebettet. Oberhalb im Wald stechen einige Felsen hervor. Im Ort komme ich an einem Gasthaus vorbei: "Zum Glatzenstein".

Wunderhübsch, da hab ich mir ja mal wieder die flacheste Strecke ausgesucht. Das Sträßchen wird immer steiler und am Ortsausgang von Weißenbach kurble ich schon mit dem 3. kleinsten Ritzel. Wie steil der folgende Kilometer ist, weiß ich nicht – jedenfalls a….steil !!

Ausgepumpt wie ein Schmetterling komme ich oben an – jetzt erst mal Luft holen, Beine ausschütteln und.. wieder Gas geben. Jouhu, es geht bergab. Bei der Abfahrt vom Glatzenstein musste ich auch die Grenzen meiner Felgenbremsanlage feststellen. Die Bremswirkung ließ nach einiger Zeit verdammt stark nach. Auf Grund der engen Kurven und viel Dreck auf der Strasse war an einen Highspeed Downhill nicht zu denken. Also immer feste bremsen.

Über Oberkrumbach und Unterkrumbach komme ich auf die Verbindungsstrasse nach Kühnhofen und Altensittenbach. Nach fast zwei Stunden anstrengender Radlerei hatte ich schon fast einen Hungerast. Getränke hatte ich auch keinen dabei (wollte ja eigentlich nur eine kurze Spritztour unternehmen). Beim Comet in Herbruck habe ich also erst mal Gebäck und Flüssigkeit getankt. Nach kurzer Pause gings aber schon wieder weiter Richtung Ellenbach (liegt natürlich wieder am Hang).

Hier wollte ich nachsehen, ob mein Schwesterchen daheim ist, und für einen durstigen Radfahrer eine Hopfenkaltschale bereitstellt. Und tatsächlich: Schwesterchen war daheim und ich bekam ein dunkles, alkoholfreies Weizen von der Lammsbräu aus Neumarkt. Das schmeckte zwar etwas nach Karamalz, aber ansonsten nicht schlecht. Nach zwei Weizen-Karamalz machte ich mich auf den weiteren Heimweg. Inzwischen war mein Schwager auch von seiner Arbeit heimgekommen und wir diskutierten meien Heimweg Möglichkeiten. Entweder über Hersbruck und via Reichenschwand und Lauf nach Laufamholz – also schön flach, oder über Leutenbach Weiher nach Henfenfeld und weiter über Reichenschwand. Oder mal ganz etwas anderes: über Leutenbach zur Edelweißhütte, Deckersberg, Kruppach und Engelthal nach Henfenfeld.

Wie hieß es früher schon? Viel Wege führen nach Laufamholz. Wenn ihr euch das Höhenprofil anseht, wisst ihr wie die Entscheidung gefallen ist.

 Wie man sieht: es gab schon etwas zu tun für die guten Oberschenkel….

Der Schluß des Berichtes folgt morgen…: jetzt: 07.06.2009, 15:10 !

Von Ellenbach geht es auf einem schmalen Sträschen weiter leicht ansteigend Richtung Leutenbach. Dort endet die geteerte Strasse und geht in einen geschotterten Wiesenweg über. An einer Kreuzung geht es links in den Wald hinauf. Ein Schild weist auf die Edelweißhütte in 2,5Km hin. Erst leicht ansteigend, später etwas steiler – aber nicht mit dem Glatzenstein vergleichbar, zieht sich der Weg auf Wald- und Schotterboden durch den Wald über 2Km hin. Dann wird es flacher. Der Weg bieht an einigen großen Holzstapeln nach rechts ab und geht nun flach weiter. Auf einmal taucht zwischen Büschen eine große Wiese Wiese in Hanglagte auf, an deren oberen Ende die Edelweißhütte steht.

Leider hatte ich nun keine Zeit mehr für eine Einkehr und fuhr ohne Pause daran vorbei. Das wird und muss sich beim nächsten Mal enschieden ändern !!

Nach weiteren 1,5Km geht der Weg wieder in Asphalt über und man gelangt nach Deckersberg. Der weiter Heimweg gestaltet sich nun einfach und in Stichpunkten beschrieben:

Von Deckersberg auf der Landstrasse nach Kruppach und weiter nach Engelthal. Hier kann man sich entscheide die Tout doch wieder zu verlängern, indem man sich links hält und Richtung Offenhausen, Kucha, Pühlheim und Altdorf orientiert, oder man wählt den kurzen Weg Richtung Henfenfeld. Dies war auch meine Entscheidung. Auf dm gut ausgebauten Radweg geht es nun nach Henfenfeld, dort am Ortsausgang Richtung Bahnhof und an der rechten Seite der Bahnstrecke erst über Asphalt, später über Schotter, durch dasm Pegnitztal Richtung Reichenschwand. Von hier nun auf dem Radweg nach Lauf, durch Lauf hindurch, und am Ortsausgang nach links auf den Radweg. Dieser führt nun bis Behringersdorf. an der Kreuzug in Behringersdorf links hinab, wieder durch das Pegnitztal hindurch und auf der anderen Seite in Schwaig hinauf. Nun rechts nach Nürnberg -> Laufamholz.

An reiner Fahrzeit war ich nun 3:15h unterwegs und hatte dabei knapp 800Hm bewältigt. Als Alternative für 12Km Marathon Renntempo fand ich das ganz nett und einen schönen Ausgleich. Was nun noch fehlt ist die…..

Statistik:

Dauer    3:16:15        
Aufzeichnungsintervall    5    s   
              
Energieverbrauch    2471    kcal   
Minimum Herzfrequenz    64    S/min   
Durchschnitts-Herzfrequenz    146    S/min   
Maximum Herzfrequenz    172    S/min   
              
Minimum Geschwindigkeit    5,0    km/h   
Durchschnitts-Geschwindigkeit    27,0    km/h   
Maximum Geschwindigkeit    66,3    km/h   
Strecke    86,2    km   
              
Minimum Höhe    339    m   
Durchschnitts-Höhe    418    m   
Maximum Höhe    605    m   
Aufsteigend    780    m   
Absteigend    759    m   
(Ab)hänge    4        
              
Bei der nächsten Ausfahrt werde ich daran denken ein paar Fotos zu machen

       

  4 Responses to “Marathontraining einmal anders”

  1. Hallo großer Bruder,

    fühle mich ganz geehrt, daß ich in deinem Bericht genannt worden bin.
    Wenn du das nächste mal in der Hersbrucker Gegend bist, gibt es eine andere Hopfenkaltschale ohne Karamalzgeschmack.

    Dein Schwesterchen

    • Na logisch – jeder der es wert war wird erwähnt :-)) Und die Karamalzhopfenkaltschale war es wert
      Letzten Sonntag war ich kurz in der Gegend um Diepersdorf, Weigenhofen, Gersberg, Weißenbrunn, Klingenhof, Altdorf….Fischbach, Zabo…Für Hersbruck hat dann die Zeit nicht mehr gereicht – vielleicht nächste WE.

      Am 19.07.09 bin ich beim Birkensee Triathlon. Ist auch ganz nett. Vielleicht habt ihr Zeit zum Zuschauen?

      Da fällt mir noch ein: Im September (20.09.2009) ist in Neumarkt wieder der Altstadtlauf. Es gibt da verschieden Strecken (5,5Km, 10,5Km, 21,1km). Das wäre doch schon mal ein Anfang, oder? Wir versuchen diesmal 5 Läufer für eine Mannschaft aufzutreiben über 21,1Km. Wenn du dich für die 10,5Km interessierst versuch ich beí uns im Betrieb noch weitere Läufer für eine Mannschaft aufzutreiben (eventuell auch Lars?)
      Weitere Infos gibts über die Link Liste oder den Kalender.

      Bis bald..

      • Hallo großer Bruder,
        fahren das nächste Wochenende ( 10-12.7) mit den Motorrädern in die Berge. Also lege deine nächste lange Radtour doch auf das
        übernächste Wochenende, dann steht auch wieder ein Bier für dich bereit.
        Wie erging es dir eigentlich die Tage nach dem Marathon?
        Bist du jetzt wieder fitt?

        Auf bald
        Moni

        • So so, in die Berge – mit dem Motorrad. Da nimmt man doch das Fahrrad 🙂 Das wei0 man wenigstens was man geschafft hat, wenn man oben auf dem Pass ankommt. Aber macht nur, es soll ja Spass machen.

          Es könnte schon sein, dass ich übernächste Woche, am Freitag den 17.07.09, mal nachmittags mit dem Rennrad vorbeikomme. Ein Geschäftskollege leiht mir für das Wochenende seine Rennsemmel aus. Ich bin damit schon einmal ein Wochenende unterwegs gewesen – Wahnsinn wie leicht da das Treten geht. Da fahr ich selbst auf hügeligen Strecken einen Schnitt von 34Km/h. Könnte also sein, dass ich am 17.7. oder 18.07.mal vorbeirausche…

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