Aug 132010
 

Am 11.08.2010 unternahmen Monika, Wolfgang, Julian und Peter sowie Erika eine MTB Tour zum Chiemsee. Zuerst war die Hin- und Rückfahrt mit der DB und dem Bayernticket geplant. Da dies aber unter der Woche erst ab 09:00 gültig ist, beschlossen wir mit dem Auto zum Chiemsee zu fahren. Da Monika einen neuen Radträger für die Anhängerkupplung mit Platz für 4 Räder besitzt, war dies die einfachste Möglichkeit. Wir packten unsere beiden Räder in den Sharan und trafen uns dann mit Monika und Julian am Mittwoch um 7 Uhr am OBI-Parkplatz in Lauf. Dort ludenwir unsere Räder auf den Radträger um. Anschließend gings dann los Richtung München.


Zwei Räder im Sharan



Umladen auf Radträger am OBI Parkplatz



Frühstückspause am Rastplatz Holzkirchen


Am Rastplatz Holzkirchen machten wir eine kleine Frühstückspause, da jeder mit nüchternem Magen losgefahren war. Gegen 10:00 trafen wir in Übersee am Chiemsee ein. Dort stellte ich erst einmal fest dass ich meine MTB Radkarte daheim vergessen hatte. So ein Mist. Also machten wir in der „Tourist Info“ in Übersee halt um die besagte Karte zu kaufen. Danach fuhren wir zum Ortsausgang von Übersee, um die Räder zu entladen.

Die Temperaturen waren angenehm und lagen bei ca. 24Grad, teilweise lugte auch die Sonne hinter dem wolkigen Himmel hervor. Erika wollte sich derweil entweder beim Baden am Chiemsee, oder bei einer Schiffsfahrt vergnügen. Wir fuhren Richtung Marquardtstein los, während Erika in Richtung Feldwies zur Schiffsanlegestelle unterwegs war.

Die ersten Kilometer verlief der Weg flach auf dem Damm der Ache entlang. Das war genau richtig um sich ewas „warm“ zu fahren. Nach ca. 7Km erreichten wir Marquardtstein. Hier war nun Schluß mit lustig.

Gleich zu Beginn stellte eine steile Straße hinauf zum Wanderplatz alle vor eine erste Probe. Aber das war nur der Anfang…. Auf einem breiten Forstweg ging es zunächst ganz leicht ansteigend, dann aber mäßig bis steil in Kurven und Serpentinen bergauf. In den nächsten drei Stunden gab es KEINE flache Wegstrecke mehr. Der Schweiß floß bei allen, bis auf Julian, in Strömen. So ackerten wir den Berg, mit einigen Schiebepassagen und Pausen dazwischen, hinauf bis wir die Agergschwendtalm (1050m ü. NN)erreichten. Die Alm war leider gerade nicht bewirtschaftet – erst als wir wieder weiterfuhren kam der Almbesitzer um die Hütte zu öffnen.


Pause und Wegorientierung



1. Etappe: Agergschwendtalm, 1040m ü. NN


Laut Karte sollte es jetzt noch ein bischen bergauf, dann aber relativ flach immer auf einer Höhe um den Berg herum gehen.

Aber wie sich später herausstellte, hatten wir die Abzweigung zu Jochbergalm schon viel früher verpasst, und waren jetzt auf dem Weg zum Hochgernhaus (1480m ü. NN).

Nichts ahnend fuhren wir weiter bergauf, und es wurde nicht flacher, sondern immer steiler und der Weg schmaler. Zwei weitere MTB Fahrer zogen keuchend an uns vorbei, und wir schiebend bzw. strampelnd hinterher. Nach einer weiteren Stunde kamen wir an eine Kreuzung mit einem Hinweisschild zur Jochbergalm ! Hurra !!! Jetzt sind wir richtig (dachten wir…).  Der Weg führte nun durch ein Tiergatter,dann aber wieder steilst bergauf – das konnte doch nicht der richtige Weg sein. ach weiteren 20Min standen wir auf am Wegende !!! und vorder Gernalm. Von der Jochbergalm und einem Weg dorthin keine Spur. Dafür war nun das Hochgernhaus mit einigen Almhütten sowie die Enzianalm auf der gegenüberliegenden Hangseite, ca. 200Hm über uns, zu sehen.


Spuren der Anstrengung unterhalb der Gernalm



Die Gernalm leider nicht bewirtschaftet


Was blieb uns übrig ?? Wieder umkehren und den Berg bis zur Kreuzung hinunter. Dort wurde kurz beratschlagt: Entweder komplette Abfahrt ins Tal oder doch noch noch einma alle Kräfte mobilisieren und die letzten 150-200HM bis zur Enzianaml oder Hochgernhaus in Angriff nehmen. Wir entschieden uns für letzteres. Es dauerte auch gar nicht mehr lange, dann öffnete sich der Weg und wir erreichten die offenen Almwiesen. Die ersten Hüten waren greifbar und in Sichtweite – und dann: Das ZIEL

Wir hatten ca. 1025 HM am Stück geschafft !!

Auf der Enzianalm machten wir nun unsere wohlverdiente Pause. Die Sonne schien aus einem leicht wolkigen Himmel, es blies ein laues Lüftchen, die Hütte hatte eine wunderbare Terasse mit Bilck auf die umliegenden Täler, was will man mehr? Wir genehmigten usn nun der eihe nach Weizenbier (alkoholfrei), Wasser, Saft, Apfelschorle, Sprite, Spezi und dann eine vernünftige Mahlzeit.


Durst ....



Entspannung pur auf der "Sonnenterasse" der Enzianalm



Talbilck


Eigentlich hatte wir überhaupt keine Lust mehr für die Abfahrt, aber irgendwann muss man ja wieder hinunter. Hier wartete auf mich eine unangenehme Überraschung: An meiner Vorderrad V-Brake fehlte ein Bremschuh. Das heißt, die gesamte nun folgende Abfahrt nur mit dem Hinterrad bremsen – herzlichen Gückwunsch !

Staubend, bremsend, blockiernd und schlingernd fuhr ich abwärts – wider Erwarten ging es aber ganz gut. Die Felgen liefen zwar etwas heiß, aber solangege der Reifen auf der Flege hält: no Problem.

Nach ca. 20Min Abfahrt (Aufstieg knapp drei Stunden !! ) waren wir wieder in Marquardtstein. Nun ging es ganz entspannt und flach auf dem Damm der Ache Richtung Chiemsee. Um kurz vor 16:00 erreichten wir den Chiemsee. Wir telefonierten mit Erika, die um 15:55 mit dem Schiff in Feldwies anlegte um uns am Kiosk zum Baden zu verabreden. Nachdem das Wetter es immer noch gut mit uns meinte, hüpften wir alle einmal in den Chiemsee, um den Schweiß der vergangenen Stunden abzuwaschen – war das eine Wohltat.


Planschen im Chiemsee



Gegen 18:00 machten wir uns auf den Heimweg gen Nürnberg, wo dieser tolle und anstrengende Tag einen würdige Abschluß fand.


Höhenprofil aufwärts



Höhenprofil abwärts


Bilder und Videos sind in der Galerie zufinden

       

  One Response to “MTB Tour zum Hochgern, Chiemsee”

  1. Hallo,
    bin selber immer sehr viel mit meinem Rad unterwegs und kann gut nachfühlen, wie anstrengend diese Tour gewesen sein muss. Nette Fotos und schöner Bericht. Ich selber bin letztes Jahr mit meinem Mann auf Lanzarote mit dem Rad unterwegs gewesen. War sehr schroff, aber unheimlich schön – diese vulkanische Landschaft.

    Viele Grüße Sybille

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