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oder …….die Zauberer vom Ungerthal, Teil 1
Was macht man an einem wunderschönen, kalten Wintertag ?
- Man geht entweder nicht aus dem Haus, und legt einen gepflegten Wintersportnachmittag auf dem Sofa ein
- Fährt zum Nürnberger Christkindlesmarkt und drängt sich mit tausenden Anderen um die Glühweinstände
- oder fährt mit Albert in Richtung Schwabach in das sagenumwobene Ungerthal ….
Nachdem wir uns nun doch kurzfristig für einen Start entscheiden haben (ich wollte ja eigentlich einen Rückzieher machen :-), war es am Samstag gegen 12:30 soweit. Wir luden unser Teambike in den Sharan und vertrauten uns dem Navigationssystem an. Nachdem wir eine Woche zuvor schon beim Advent Biathlon vom Hubert Schwarz ein Stelldichein gegeben hatten(ich war allerdings nur für die Presse zuständig), war der Weg bekannt; zielsicher steuerten wir das Ungerthal an.
Im tiefverschneiten Wald waren auf einmal bunte Gestalten und Fahrzeuge zu sehen, die einem geheimnisvollen Platz zuströmten:
Um eine rauchende und feuerspeiende Tonne versammelten sich die bunten Gestalten und ergingen sich in leisen und geheimen, manchmal auch laut lachenden Gesprächen. Es musste sich um so etwas wie das Walpurgisnacht Treffen handeln. Allerdings gab es keine wallenden Gewänder, sondern nur Gestalten in weiten Obergewändern und enganliegenden (blickdichten) Strumpfhosen. Das Schuhwerk war eher für den Sommer geeignet, während die Hand- und Kopfbedeckung der Witterung angepasst war. Immer wieder wurde mit Händen und Füßen der Feuergott in der Tonne beschworen; manche hüpften wie in Trance vor der Tonne auf und ab.
Der Eindruck wurde noch verstärkt, als Zipfelbemütze Träger im Wald verschwanden, und nach einiger Zeit schnellen Schrittes wieder heraus sprangen.
Um die 2-rädrigen Fortbewegungsmittel wurde ein großer Kult veranstaltet. Man stellte sie erst aufrecht an ein Gatter (scheinbar um sie zu beruhigen), um sie dann flach auf den Boden zu legen; wollte man sie vor dem Schlachten einschläfern?
Der Zeremonienmeister versuchte sich in beschwörenden Worten und näherte sich den 2-Rädern fast bäuchlings. Die Beschwörung wurde sogar durch zwei Hilfszauberer von einer Kanzel aus durchgeführt.
Mit einem Male kam Bewegung in die Menge. Alle versammelten sich um die Hilfszauberer, die jedem ein paar Regeln für den jetzt folgenden Zauberschneeradlauf – Wettbewerb erklärten. Bei Missachtung wurde mit drakonischen Strafen, bis hin zum Entzug des Zaubergetränkebechers gedroht. Bei all dem hatten die Zauberer Albert und Wolfgang noch gut lachen.
