Dez 072010
 

oder …….die Zauberer vom Ungerthal, Teil 1

Was macht man an einem wunderschönen, kalten Wintertag ?

  • Man geht entweder nicht aus dem Haus, und legt einen gepflegten Wintersportnachmittag auf dem Sofa ein
  • Fährt zum Nürnberger Christkindlesmarkt und drängt sich mit tausenden Anderen um die Glühweinstände
  • oder fährt mit Albert in Richtung Schwabach in das sagenumwobene Ungerthal ….

Nachdem wir uns nun doch kurzfristig für einen Start entscheiden haben (ich wollte ja eigentlich einen Rückzieher machen :-), war es am Samstag gegen 12:30 soweit. Wir luden unser Teambike in den Sharan und vertrauten uns dem Navigationssystem an.  Nachdem wir eine Woche zuvor schon beim Advent Biathlon vom Hubert Schwarz ein Stelldichein gegeben hatten(ich war allerdings nur für die Presse zuständig), war der Weg bekannt; zielsicher steuerten wir das Ungerthal an. Im tiefverschneiten Wald   waren auf einmal bunte Gestalten und Fahrzeuge zu sehen, die einem geheimnisvollen Platz zuströmten:

Um eine rauchende und feuerspeiende Tonne versammelten sich die bunten Gestalten und ergingen sich in leisen und geheimen, manchmal auch laut lachenden Gesprächen. Es musste sich um so etwas wie das Walpurgisnacht Treffen handeln. Allerdings gab es keine wallenden Gewänder, sondern nur Gestalten in weiten Obergewändern und enganliegenden (blickdichten) Strumpfhosen. Das Schuhwerk war eher für den Sommer geeignet, während die Hand- und Kopfbedeckung der Witterung angepasst war. Immer wieder wurde mit Händen und Füßen der Feuergott in der Tonne beschworen; manche hüpften wie in Trance vor der Tonne auf und ab.

Der Eindruck wurde noch verstärkt, als Zipfelbemütze Träger im Wald verschwanden, und nach einiger Zeit schnellen Schrittes wieder heraus sprangen.

Um die 2-rädrigen Fortbewegungsmittel wurde ein großer Kult veranstaltet. Man stellte sie erst aufrecht an ein Gatter (scheinbar um sie zu beruhigen), um sie dann flach auf den Boden zu legen; wollte man sie vor dem Schlachten einschläfern?

Der Zeremonienmeister versuchte sich in beschwörenden Worten und näherte sich den 2-Rädern fast bäuchlings. Die Beschwörung wurde sogar durch zwei Hilfszauberer von einer Kanzel aus durchgeführt.

Mit einem Male kam Bewegung in die Menge. Alle versammelten sich um die Hilfszauberer, die jedem ein paar Regeln für den jetzt folgenden Zauberschneeradlauf – Wettbewerb erklärten. Bei Missachtung wurde mit drakonischen Strafen, bis hin zum Entzug des Zaubergetränkebechers gedroht. Bei all dem hatten die Zauberer Albert und Wolfgang noch gut lachen.

hahaha… weiter geht’s jetzt mit Teil 2

Aber dann wurde es ernst. Die Zauberlehrlinge wurden dazu verdammt, in 2-er Teams die nachfolgenden Aufgaben und Anstrengungen zu erledigen. Der Zauberschneeradlauf begann mit einer seltsamen Startzeremonie.  Jeweils der erste  Zauberlehrling aus jedem  Team stellte sich an der Startlinie bereit, um eine kleine Steigung hinauf zu spurten und nach Umrundung eines Hütchens seinen 2-ten Mann/Frau abzuklatschen. Nun lief dieser ebenfalls die Steigung hinauf und wieder herunter, während der 1-te gemütlich sein schlafendes 2-Rad weckte. Sobald der 2-te Lehrling in Sicht war wurde das 2-Rad immer unruhiger und konnte nur mitMühe am durchgehen gehindert werden.


Copyright@Birgit


Waren beide Lehrlinge auf gleicher Höhe wurden laute Beschwörungsformeln ausgestoßen und mit Geschrei, Gestöhne und Gehechel verschwanden die Zauberlehrlinge in einer weißen Schneestaubwolke im Wald.  Auch die Zauberer Albert und Wolfgang machten sich nun auf den beschwerlichen Weg. Ein spezieller Zauberspruch ließ urplötzlich lange, spitze Antriebshilfen aus den Schuhsohlen wachsen und verschaffte den beiden auf den dem ersten Kilometer erhebliche Vorteile.

Nach kurzer Zeit ging es aber steil bergauf, was die beiden an die Leistungsgrenze brachte. Die Zaubersprüche für fliegende Schneeschuhe werden erst im 2-ten Zauberlehrjahr durchgenommen, also musste man auf die eigenen Kräfte vertrauen. Kilometer für Kilometer ging es nun bergab, bergauf, bergab; an einem wilden Dornenbusch verlor Wolfgang sogar seine Zauberzipfelmütze und war nun gänzlich schutzlos. An einem weiteren Abhang verlor unser 2-Rad einen Teil seiner Schutzkleidung, was uns aber keine Sekunde aufhielt. Es wurde beschlossen die verlorenen Dinge in der 2-ten Runde wieder einzusammeln. Nach ca. 35 Min folgte ein langer Abstieg, den Wolfgang  mit lange Schritten hinabstürmte – Albert mit dem Rad vorneweg. Ein kleiner Augenblick der Unachtsamkeit führte bei Albert zu einem kapitalen Sturz – der gottlob wegen des Schnee’s ohne Folgen blieb.

Nach etwa 40Min hatten wir die Hälfte geschafft und freuten uns schon auf die 2-te Runde.


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Im ständigen Wettstreit mit  „Die Schnupperer“ versuchten wir uns abzusezen, aber die Verfolger hatten wohl vorher geheime Sprüche geübt und waren nicht abzuschütteln. Mal mit weniger, dann wieder mit mehr Abstand war ihr heißer Atem im Genick zu spüren. Nach dem 2-ten, langen Abstieg waren die Zauber-Schnupperer schon fast auf gleicher Höhe und setzten zum Überholen an.

Plötzlich zog ein Duft von lieblichen Kuchen und süßen Getränken durch den Wald und verlieh uns ungeahnte Kräfte.

Wie von einer Uhrfeder aufgezogen rannten wir dem Duft entgegen. „Die Schnupperer“ waren wohl etwas irritiert, verstolperten sogar ein paar Meter und blieben knapp hinter uns. Mit knappem Vorsprung von 5 Radlängen kamen wir wieder am Zaubertreffplatz an, dicht gefolgt von „Die Schnupperer“.


Copyright@Birgit



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Im Ziel angekommen versammelten sich nun alle Zauberlehrlinge wieder um die Feuertonne, frönten dem ausgezeichneten Kuchen, Tee und Glühwein. Wir erreichten zwar keinen Platz an der Sonne, aber die Zusammenkunft der Zauberlehrlinge entschädigte für alle Strapazen . In geselliger Runde verbrachten wir noch einige Zeit zusammen und bekamen als Belohnung sogar einen klaren Zauberwein.

Ein Dank geht hier auch an die Sponsoren und Veranstalter dieses „Events“, die mitten im Wald, unter lebensfeindlichen Umgebungsbedingungen, diese tolle Veranstaltung durchführten. Aber wie heißt es so schön?

Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung

In diesem Sinne: W’ll be back next year

Ein bischen was für’s Auge:

Pics, Bilder, etc: von Wolfgang und Albert …

Pics, Bilder, etc: von Birgit..

… und ein Zeitungsbericht, „Als Duo durch die Schnemassen“ von Nordbayern.de

Und jetzt die knallharten Fakten:




Herzfrequenz- und Höhenprofil vom Run & Bike



Statistik:

Daten    Wert    Einheit
Dauer    1:19:35
Aufzeichnungsintervall    5    s

Energieverbrauch    1200    kcal
Minimum Herzfrequenz    84    S/min
Durchschnitts-Herzfrequenz    156    S/min
Maximum Herzfrequenz    180    S/min

Durchschnitts-Geschwindigkeit    11,9    km/h
Maximum Geschwindigkeit    19,3    km/h
Strecke    9,8    km

Minimum Höhe    287    m
Durchschnitts-Höhe    347    m
Maximum Höhe    388    m
Aufsteigend    275    m
Absteigend    287    m

Downloads:

20101204 RunBike Profil-frankha
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Ergebnisse 2010 Run-bike
Ergebnisse 2010 Run-bike
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20101204 Runbike Ausschreibung
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20101204 Runbike Bericht NordbayernOnline
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  2 Responses to “Bericht vom 8. Run & Bike Ungerthal, 04.12.2010”

  1. So, jetzt weißt du, wie es im Wald weiterging ….Ja, die Peaks sind nicht schlecht, in den letzten beiden Sprint’s bis Puls 180 (mann o mann..) In den längeren Radpassagen dann wieder runter bis teilweise 115. Wird Zeit, das du dir auch einmal so ein Teil zulegst. Würde mich schon einmal interessieren, wie das bei Dir aussieht. Die Leute waren echt Klasse, ein lustiger, bunter Haufen. Un die Bestleistung beim Glühwein gehört dazu wie das Weizen nach dem Marathon 🙂

    So, jetzt ab in die Falle ….

  2. Na, is ja richtig spannend, jetzt wollen wir`s aber schon noch wissen wie es im tiefen Wald weitergeht:-)
    Wenn ich mir Deine „Piks“ so ansehe, ging es da drunter und drüber…
    Jedenfalls hatten wir ne menge Spaß, und mit echt guten Sportlern (Verrückte) zutun, und für mich (das erste Mal so eine Strapaze) sollte die Sache ernster nehmen und nicht nur zum Glühwein trinken Bestleistung zeigen.

    Guten Nacht

    Albert

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